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Rückblick Mai 2018

Rückblick Mai 2018

Trotz der aufgezwungenen Arbeit durch die neue Datenschutzverordnung habe ich es geschafft, acht Bücher zu lesen. Oder vielleicht deshalb, weil ich abschalten musste? Welche Büchertipps ich für dich habe, kannst du in meinem Rückblick Mai 2018 nachlesen.

Rückblick Mai 2018

Das vorherrschende Thema im Mai war die neue Datenschutzverordnung DSGVO. Leider war das Thema nicht durch eine neue Datenschutzerklärung abgehackt, sondern bescherte mir ziemlich viel Arbeit an meinen Blogs. Kurzzeitig hatte ich sogar die Kommentare hier im Blog deaktiviert, bis ich eine mir vertretbare Lösung gefunden habe. Da auch das Versenden von Newslettern unter die neue Verordnung fällt, habe ich die neue Seite Newsletter erstellt.

Motto Challenge 2018: Das Motto im Mai war „Kunterbunt“. Es zählten nur Bücher mit einem farbigen Titel.

Autorenchallenge 2018: Diesen Monat sollten Bücher von Autoren gelesen werden, die mindestens zwei Kinder haben.

Bastei Lübbe Challenge 2018: Im Mai habe ich einen Kriminalroman von Andrea Camilleri für die Challenge gelesen.

Das erste Buch im Mai war der neueste Kriminalroman von Andrea Camilleri „Eine Stimme in der Nacht“. Die Krimis dieser Reihe mit Commissario Montalbano spielen auf Sizilien. Die Reihe umfasst inzwischen 20 Bände. Weitere Details zum Buch bespreche ich in der geplanten Rezension.

Zwischen den Krimis brauchte ich ein Buch zum Abschalten und da war der Liebesroman von Katharina Herzog „Zwischen dir und mir das Meer“ genau richtig.

Ich lese viel Krimireihen und eine, die mir besonders gut gefallen, ist für mich die von Remy Eyssen mit dem Gerichtsmediziner Dr. Leon Ritter, der seit einigen Jahren in der Provence lebt. „Das Grab unter Zedern“ ist sein vierter Fall. Um was es geht und wie mir das Buch gefallen hat, erfährst du in meiner Rezension, die ich noch schreiben werde.

Ein ganz besonderes Buch ist „Erzähl es niemanden!“ von Randi Crott. Eine bewegende Familiengeschichte, die den Lebensweg von Randi Crotts Eltern beschreibt. Anhand von Briefen und Dokumenten erzählt Randi Crott über die Judenverfolgung in Deutschland, die deutsche Besatzung Norwegens bis zur Vergangenheitsbewältigung nach dem Zweiten Weltkrieg.

„Die letzte Fahrt“ ist ein neuer Thriller von Petra Mattfeldt mit einem interessanten Ermittlerduo aus Kommissar und Journalist.

Von Luca Ferraro habe ich bereits einen Kriminalroman mit dem Rechtsmediziner Johann Sorbello gelesen. „Tanz gegen den Tod“ ist eine packende Fortsetzung der neuen Reihe. Der Deutsch-Italiener Sorbello ermittelt in Genua. Wie mir der ungewöhnliche und interessante Fall gefallen hat, kannst du in meiner Rezension nachlesen.

Mit „Lady Liberty – Der Weg in die Freiheit“ ist Annabelle Tilly ein wundervoller historischer Roman gelungen. Die Geschichte einer Frau, die sich einen Traum erfüllt, wird humorvoll und interessant erzählt.

Eine andere Art der Vergangenheitsbewältigung erzählt Katharina Peters in ihrem Kriminalroman „Todeshaff.

Eine Übersicht aller gelesenen Bücher ist in Mein Lesejahr 2018 zusammengestellt.

Die Buchbesprechungen im Rückblick Mai 2018:

„Die letzte Fahrt“ von Petra Mattfeldt

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Eine Frau sitzt auf einer Bank auf einem Autobahnrastplatz. Auf den ersten Blick ist nicht erkennbar, dass die Frau tot ist. Kriminalhauptkommissar Labrenz meint, in der Toten die seit acht Monaten vermisste Carla Bornkamp zu erkennen. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass die Tote, die seit Jahren vermisste Hanna Frank ist. Labrenz steht vor einem Rätsel. Hat er es mit einem Serienmörder zu tun? Zusammen mit dem Journalisten David Cramer begibt er sich auf Spurensuche.

Mir gefällt die Idee, dem Kommissar einen Reporter zur Seite zu stellen. David Cramer recherchiert hartnäckig im Fall der vermissten Carla und möchte sie unbedingt noch lebend finden. Er bringt neue Ideen zur Ermittlung bei und steht mehr im Mittelpunkt, als der Kommissar. Die beiden suchen nach einer Verbindung zwischen den Frauen. Der Leser hat immer einen Wissensvorsprung vor den Ermittlern. Gleichzeitig zu den Ermittlungen erfährt der Leser mehr und mehr über Carolas Leben mit dem Täter.

Das Erzähltempo und die Spannung steigern sich bis zum Schluss. Ein interessanter Fall, fesselnd und kurzweilig geschrieben.

„Lady Liberty – Der Weg in die Freiheit“ von Annabelle Tilly

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Camilles größter Wunsch ist es, Journalistin zu werden, das jedoch scheint nicht möglich zu sein, in Paris 1885. Ihre Artikel, die sie an Le Figaro schickt, werden zwar veröffentlicht, aber unter einem männlichen Pseudonym. Ihre Artikel kommen sehr gut an und Le Figaro schickt sie nach New York, um über den Aufbau der Freiheitsstatue zu berichten. Camille ergreift ihre große Chance und stellt sich bei dem amerikanischen Zeitungsverleger Joseph Pulitzer vor. Pulitzer, der einen Mann erwartet hat, stellt ihr seinen besten Reporter Patrick O´Sullivan zur Seite. Patrick O´Sullivan, der nur seine Karriere im Blick hat, ist überhaupt nicht begeistert. Als jedoch zwei Morde geschehen und die Spur zum Bau der Freiheitsstatue führt, berichten sie gemeinsam darüber.

Ist “Lady Liberty” ein Liebesroman, ein Gesellschaftsroman, ein Spannungsroman oder ein Krimi? Von allem ein bisschen. Camille ist eine junge Frau, die weiß, was sie will, nämlich Reporterin werden. Sie will nicht, wie ihre Schwestern, den Weg des kleinsten Widerstandes gehen und heiraten. In New York wohnt Camille standesgemäß bei ihrer unkonventionellen Tante Catherine, die sie in ihren Bemühungen unterstützt. Feministisch angehaucht wird die Geschichte, als Camille in New York Frauen trifft, die für ihre Rechte kämpfen.

Die Liebesgeschichte ist vorhersehbar, wird aber mit feinem Humor unterhaltsam erzählt. Am besten haben mir die Passagen rund um die Freiheitsstatue gefallen. Die Umstände, unter denen das Geschenk der Franzosen an die Amerikaner aufgebaut wurde, sind historisch belegt und waren mir bisher nicht bekannt. Gut ausgearbeitet sind die Gegensätze zwischen Arm und Reich. Die Mordermittlungen sind spannend geschrieben. Ein wundervoller Roman mit sympathischen Protagonisten, der mich gut unterhalten hat und neue Erkenntnisse über die Freiheitsstatue gebracht hat.

„Todeshaff“ von Katharina Peters

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Die verdeckte Ermittlerin Emma Klar soll einen Mann beschatten, der wegen Totschlags zehn Jahre im Gefängnis saß, dessen Tatmotiv jedoch unklar geblieben ist. Christoph Klausen verhält sich zunächst völlig unauffällig, doch dann werden in einer Ferienanlage an der Ostsee, zwei grausam zugerichtete Leichen gefunden. Emma glaubt, in Klausens Vergangenheit eine Verbindung zu den Toten zu erkennen. Sie heftet sich eigenmächtig an seine Fersen – und kommt ihm dabei gefährlich nahe ..(Amazon)

Der Kriminalroman beschäftigt sich mit der Bewältigung der Vergangenheit nach der Wende. Im Mittelpunkt stehen die Vorgänge der Jugendwerkhöfe in der ehemaligen DDR, über die ich bis dato nicht viel gewusst habe. .

Die ehemalige Kommissarin des LKA lebt und arbeitet unter einer neuen Identität als Privatermittlerin Emma Klar in Wismar. Ihre Aufträge bekommt sie von Johanna Krass, Kommissarin des BKA. Die Vorteile einer Privatermittlerin liegen klar auf der Hand. Emma kann Vorschriften und Gesetze freier auslegen als früher, lebt aber gefährlicher. In ihrem zweiten Fall als Sonderermittlerin des BKA ist sie mir sympathischer, als in ihrem ersten Fall “Todesstrand”. (Juni 2016) Ich empfehle die Krimis der Reihe nach zu lesen, da der erste Teil wichtige Details zu Emmas Vergangenheit beschreiben.

“Todeshaff” fängt mit einer eher langweiligen Observation an, die sich jedoch als ein hoch brisanter und gefährlicher Fall entpuppt, der weit in die Vergangenheit reicht. Eine fesselnde Suche nach dem Mörder und seinem Motiv, die ein dramatisches Ende nimmt.

„Zwischen dir und mir das Meer“ von Katharina Herzog

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Lena hat den frühen Tod ihrer Mutter, einer gebürtigen Italienerin, nie verwunden. Lena lebt ein zurückgezogenes Leben auf Amrum. Eines Tages trifft sie den Italiener Matteo, doch bevor sie sich näher kennenlernen können, verschwindet Matteo wieder und hinterlässt eine Mappe mit den Fotos ihrer Mutter als junges Mädchen. Lena reist an die Amalfiküste, um mehr über die Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren und Matteo wiederzusehen.

“Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limoncello daraus!”

Eine schöne sommerliche Liebesgeschichte, in der eine junge Frau nach ihren Wurzeln sucht und einem Familiengeheimnis auf die Spur kommt. Rückblenden in die Vergangenheit erzählen die Lebensgeschichte von Lenas Mutter Marielle. Die bildhaften Landschaftsbeschreibungen entführen den Leser an die Amalfiküste und nach Capri. Der Roman liest sich leicht und flüssig, was ihn zu einer idealen Urlaubslektüre macht.

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Profilbild Kristina

Kristina kann sich ein Leben ohne Bücher nicht vorstellen. Bücher faszinieren sie, seit dem sie denken kann. Sie möchte mit dir ihre Freude am Lesen teilen. Gefallen dir ihre Beiträge? Dann verpasse keine neuen Artikel und abonniere sie per E-Mail.

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