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Juli – ein fesselnder Monat

Rückblick Juli 2017

Erst als ich  das Beitragsbild zusammengestellt habe, ist mir aufgefallen, dass ich im Juli wieder nur Krimis und Thriller gelesen habe. Der Juli war ein ziemlich verregneter Monat und ich kann gar nicht verstehen, warum ich nur acht Bücher geschafft habe. Dafür führten mich die Bücher an schöne Handlungsorte.

Rückblick Juli 2017

Motto Challenge 2017: das Motto im Juli war „Entrümpeln“. Es waren also Bücher gefragt, die schon lange darauf warten, gelesen zu werden.

Stadt-Land-Fluss Challenge: Der Buchstabe für Juli war D. Obwohl D ein häufig vorkommender Buchstabe ist, hatte ich mit dem D Probleme. Ich konnte nur Autor, Titel und Verlag erfüllen. Dafür sieht der nächste Monat wieder besser aus.

Mit Spannung wartete ich auf den neuesten Thriller „Finsterbraut“ von Béla Bolten und habe gleich zugeschlagen. Berg und Thal ermitteln bereits zum 15. Mal am Bodensee. Mir ist das Konstanzer Team ans Herz gewachsen und ich möchte keine Folge versäumen.

Vom Bodensee nach Rügen führte mich „Dünenmord“ und „Klippenmord“ von Katharina Peters. Beide aus der Reihe mit Romy Beccare, der Kommissarin mit den italienischen Wurzeln. Sechs Bände sind bereits erschienen.

Amsterdam war der nächste Handlungsort eines Thrillers. In „Dunkle Flut“ von Isa Maron ermittelt ein ungewöhnliches Duo. Die Kommissarin Maud Mertens erhält entscheidende Hinweise von Kyra Slagter, die immer wieder ihren Weg kreuzt. Die junge Frau will unbedingt Polizistin werden und ermittelt auf eigene Faust.

Die Amerikanerin Danielle Girard hat mehrere Thriller geschrieben, wobei bisher nur einer ins Deutsche übersetzt wurde. „Die Stimme der Toten“ ist ein fesselnder und zugleich beängstigender Thriller.

Auf dem Cover von „Beim Leben meiner Tochter“ von Michel Bussi steht zwar Roman, ist aber eigentlich ein fesselnder Thriller. Er führte mich auf die Insel La Réunion im Indischen Ozean.

Hätte ich gewusst, wie spannend sich die beiden Thriller enwickeln, ich hätte sie nicht so lange auf dem SuB liegen lassen. „Gebrannte Kinder“ und „Götzenkinder“ von Inca Vogt sind richtige Pageturner. Inzwischen ist der dritte Teil „Verlorene Kinder“ erschienen, der darauf wartet, von mir gelesen zu werden. Die Journalistin Toni Amato ist einer heißen Sache auf der Spur und hilft der Kommissarin Christina Kante einige Mordfälle aufzuklären.

Eine Übersicht aller gelesenen Bücher ist in Mein Lesejahr 2017 zusammengestellt.

Die Buchbesprechungen im Rückblick Juli 2017:

„Beim Leben meiner Tochter“ von Michel Bussi

Das Ehepaar Liane und Martial Bellion aus Paris macht, mit ihrer sechsjährigen Tochter Sopha, Urlaub auf der Insel La Réunion im Indischen Ozean. Sie liegen am Hotelpool als Liane auf ihr Zimmer geht und nicht wiederkommt. Martial geht sie suchen und findet ein blutbespritztes Hotelzimmer aber keine Spur von Liane. Nach seinem Anruf bei der Polizei erscheint Capitaine Aja Purvi und verhört die Angestellten des Hotels. Martiak verspricht, mit der Polizei zusammenzuarbeiten. Am nächsten Tag ist Martial mit seiner Tochter spurlos verschwunden. Damit ist er für die Polizei der Hauptverdächtige. Eine Verfolgungsjagd quer über die Insel beginnt.

Wer schon ein Buch von Michel Bussi gelesen hat, weiß, dass seine Romane eher dem Genre Krimi & Thriller zuzuordnen sind. “Beim Leben meiner Tochter” spielt nicht in Frankreich, sondern auf der Insel La Réunion, die zu Frankreich gehört und somit zu EU. Als ich die Fotos im Internet sah, war ich von der Landschaft beeindruckt. Die Handlungsorte und die Insel werden sehr gut beschrieben. Eine Karte am Anfang des Buches erleichtert die Orientierung.

Beeindruckend sind auch die beiden Polizisten. Capitaine Aja Purvi hat eine kreolische Mutter, hat in Paris Jura studiert und ist sehr ehrgeizig. Muss sich allerdings ständig gegen ihre Vorgesetzten behaupten, denen sie “zu jung, zu kreolisch und dazu weiblich” ist. Ihr zur Seite steht Christos, ein Franzose, der seit über dreißig Jahren auf der Insel lebt. Ein echtes Original.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und beginnt etwas zäh, wird dann aber temporeich und sehr spannend. Am besten haben mir die Kapitel mit Capitaine Purvi und Christos gefallen, in denen das Leben auf der Insel beschrieben wird. Mit Martial Bellion konnte ich mich nicht anfreunden. Mir ergings, wie seiner kleinen Tochter.Sopha. Sie zweifelt auch, ob ihr Vater unschuldig ist oder nicht. Von der Auflösung bin ich enttäuscht.  Sie ist an den Haaren herbeigezogen, unlogisch und unglaubwürdig.

„Die Stimme der Toten“ von Danielle Girard

Dr. Annabelle Schwartzman ist Rechtsmedizinerin in San Francisco. Als sie an einem neuen Tatort eintrifft, findet sie die Leiche einer Frau, die ihr verstörend ähnlich sieht. Das Opfer hat die gleichen Haare, trägt ein gelbes Kleid, goldene Ballerinas, und hält einen gelben Blumenstrauß in der Hand. Die Kette der Toten ist die Gleiche, die sie selbst auch trägt. Sie ist überzeugt, dass diese Inszenierung eine Warnung für sie sein soll. Seit ihrer Trennung wird sie von ihrem gewalttätigen Exmann verfolgt. Die Inspektoren Hal Harris und Hailey Whyatt sind die Ersten, die an Schwartzmanns Geschichte glauben.

Währenddessen wurden in Charleston Schwartzmans Tante und deren Freundin umgebracht. Steckt ihr Ehemann dahinter oder ist es Zufall? Schwartzman beschließt, nach Charleston zu reisen und sich Gewissheit zu verschaffen.

Annabelle ist eine angesehene Rechtsmedizinerin, die den Toten eine Stimme verleiht und für Gerechtigkeit sorgen möchte. Kaum zu glauben, dass sich diese starke Frau von ihrem Ehemann hat bevormunden lassen. Rechtlich gesehen ist sie immer noch mit Spencer verheiratet. Keiner hat ihr geglaubt, dass ihr Ehemann gewalttätig, skrupellos und gefährlich ist. Er ist ein angesehener Geschäftsmann und tritt sehr charmant auf. Seine Figur wirkt glaubwürdig. Annabelle agiert gegen Ende unlogisch und planlos, was überhaupt nicht zu ihrem Charakter passt, sie wird unglaubwürdig.

Für Verwirrung sorgen die Namensgebungen der Figuren. Annabelle Schwartzmann, von ihrem Ehemann Bella genannt, will plötzlich gegen Ende des Thrillers mit Anna angeredet werden. Die Ermittler haben alle einen ähnlichen Namen, sodass ich anfangs Probleme hatte zuzuordnen, wer wo ermittelt.

“Die Stimme der Toten” ist ein temporeicher Thriller mit kleinen Schwächen. Er spielt parallel an den Schauplätzen San Francisco und Charleston. Es wird recht schnell klar, wer hinter den Morden steckt, es bleibt trotzdem spannend, ob und wie der Täter überführt wird.

„Finsterbraut“ von Béla Bolten

Die 13-jährige Leonie ist verschwunden. Als sie wieder auftaucht, ist sie tot. Sie liegt, wie aufgebahrt auf einer Wiese im Park und mit einem Kranz auf dem Kopf. Für die örtliche Presse ist der Fall klar. Ein Obdachloser, genannt “Kranzler” ist der Täter. Die Polizei sieht sich gezwungen ihn in Gewahrsam zu nehmen. Ein paar Tage später verschwindet Vanessa, wieder ein 13-jähriges Mädchen.
Berg und Thal ermitteln auf Hochtouren, denn sie glauben nicht, dass der “Kranzler” der Täter ist.

Während der Suche nach dem Täter und dem verschwundenen Mädchen wird das Umfeld der beiden Mädchen beleuchtet. Sie kommen aus unterschiedlichen familiären Verhältnissen. Leonie wächst in einem Lehrerhaushalt auf, Vanessas Mutter ist alleinerziehend. Pia, Leonies beste Freundin, bewahrt ein Geheimnis, dass sie nicht preisgeben möchte. Doch während der Ermittlungen kommt noch so manches Geheimnis ungewollt ans Tageslicht. Die Nöte der pubertierenden Teenager werden glaubhaft dargestellt.

Der neueste Berg-und-Thal Thriller ist bereits das 15. Band dieser Reihe. Der Thriller ist, wie alle Bücher von Béla Bolten spannend und logisch aufgebaut. Diese Ermittlung wird für Bettina Berg zu einer persönlichen Herausforderung. Ihr neuer Lebensgefährte, der Anwalt Vince Abel hat ebenfalls mit diesem Fall zu tun.

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Kristina kann sich ein Leben ohne Bücher nicht vorstellen. Bücher faszinieren sie, seit dem sie denken kann. Sie möchte mit dir ihre Freude am Lesen teilen. Gefallen dir ihre Beiträge? Dann verpasse keine neuen Artikel und abonniere sie per E-Mail.

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