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Rückblick Oktober 2018

Cover Rückblick Oktober 2018

Das wichtigste Thema für Buchliebhaber ist im Oktober die Frankfurter Buchmesse. Entsprechend gibt es viele Neuerscheinungen. Ich habe auch dieses Jahr die Buchmesse nur im Fernsehen und Internet verfolgt. Gerne wäre ich dabei gewesen. Welche Bücher habe ich im Oktober gelesen? Was kann ich dir empfehlen? Mein Rückblick Oktober 2018.

Rückblick Oktober 2018

Challenges

Motto Challenge 2018: Das Motto im Oktober war Helden. Wir sollten Bücher mit männlichen Protagonisten lesen.

Bastei Lübbe Challenge 2018: Im Oktober habe ich „Dein finsteres Herz“ von Tony Parsons für die Challenge gelesen.

Aktionen

Jeden Mittwoch findet der Cover Theme Day statt. Es wird ein Cover passend zum Thema vorgestellt. Welche Cover ich vorgestellt habe, siehst du in meiner Cover Theme Day Liste.

Jeden Donnerstag findet der Top Ten Thursday statt. Es werden 10 Bücher zum jeweiligen Thema präsentiert. Die Aktion wurde in 2011 ins Leben gerufen. Ich habe sie dieses Frühjahr für mich neu entdeckt. Auf der Aktionsseite Top Ten Thursday habe ich die Themen aufgelistet und zu meinen Beiträgen verlinkt.

Meine Bücher im Oktober 2018

Diesen Monat habe ich nicht nur Krimis gelesen, sondern auch zwei anspruchsvolle Bücher. „Deutsches Haus“ von Anette Hess beschäftigt sich mit der Aufarbeitung des Nationalsozialismus. Der Roman schildert die  Ausschwitz-Prozesse Anfang der 60er Jahre und wie sie das Leben der Protagonistin verändern, die als Übersetzerin bei den Prozessen fungiert. (Rezension ist in Arbeit)

In dem historischen Roman „Tausend Nächte und ein Tag“ von Lydia Conradi darf die Protagonistin Archäologie studieren, den Beruf aber Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts nicht ausüben. Sie ist von dem antiken Babylon so fasziniert, dass sie eine eigene Expedition in die Wüste organisiert und nach Bagdad und das heutige Irak aufbricht. (Rezension ist in Arbeit)

Pünktlich zum Auftakt der Skisaison, erschien die Fortsetzung der Reihe mit dem Skirennfahrer Marc Gasmann. „Eiskalte Spiele“ von Marc Girardelli und Michaela Grünig ist bereits der dritte Band dieser Krimireihe, die ich auch den nicht sportlich ambitionierten Lesern, empfehlen kann. (Rezension ist in Arbeit)

Mit „Dein finsteres Herz“ von Tony Parsons habe ich eine neue Krimireihe für mich entdeckt. Ein gelungener Auftakt der Reihe mit einem sympathischen Detective, der in London ermittelt. Bisher sind fünf Bände erschienen.

„One perfect Lie – Der Schein trügt“ von Lisa Scottoline ist ein Thriller, der in einer Kleinstadt an der amerikanischen Ostküste spielt.

Wer mit „Faule Marillen“ von Lisa Lercher einen gemütlichen Regional-Krimi aus der Wachau erwartet, wird überrascht sein, was alles unter der Oberfläche eines beschaulichen Dorflebens brodelt.

Eine Übersicht aller gelesenen Bücher ist in Mein Lesejahr 2018 zusammengestellt. In Buchreihen sind die Reihen aufgelistet, die ich gerne lese.

Buchbesprechungen

„Dein finsteres Herz“ von Tony Parsons

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Was haben ein toter Banker und ein Obdachloser gemeinsam? Beide wurden grausam ermordet. Die Spur führt Detective Constable Max Wolfe in ein Elite-Internat und in die Vergangenheit.

Während die Ermittler im Dunkeln tappen, kennt der Leser bereits den Ermittlungsansatz und wartet darauf, dass die Detectives die Zusammenhänge herausfinden.

Max Wolfe hatte sich nach einem erfolgreichen Einsatz bei der Terroristenabwehr zum Morddezernat versetzen lassen. Er gehört zu den Detectives, die hartnäckig ihr Ziel verfolgen und sich nicht durch tadelnde Vorgesetzte von seiner Überzeugung abhalten lässt. Er ist kein Superheld. Seine kleinen Schwächen lassen ihn menschlich bleiben. Wolfe fällt es schwer, seine Vorgesetzten zu verstehen, denen es wichtiger ist, einen Täter zu präsentieren, anstatt den wahren Schuldigen zu fassen. Der Täter und sein Motiv interessiert sie nicht. Wolfe ermittelt inoffiziell weiter und begibt sich damit selbst in Gefahr.

“Dein finsteres Herz” ist ein fesselnder Kriminalroman, der aus der Sicht von Max Wolfe in Ich-Form geschrieben ist.

„Faule Marillen“ von Lisa Lercher

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In einem kleinen Ort in der Wachau finden spielende Jungs auf einer Baustelle menschliche Knochen. Ein großes Rätselraten beginnt. Wer ist der Tote, der vor 8 bis 15 Jahren ermordet wurde? Es wurde niemand vermisst und im Dorf kennt schließlich jeder jeden. Der Einzige, der in Frage kommt ist Pater Ralf, der vor zehn Jahren spurlos verschwunden ist. Major Paul Eigner, Kommissar in Wien, der gerade seinen Urlaub in seinem Heimatort verbringt, wird kurzer Hand versetzt, um den Mord aufzuklären.

Spannend und unterhaltsam, mit viel schwarzem Humor, schildert Lisa Lercher, wie die Dorfidylle zu bröckeln beginnt. Gerüchte um ein uneheliches Kind des lebensfrohen und attraktiven Pfarrers machen die Runde. Major Paul Eigner stößt auf eine Mauer des Schweigens, die ihn wenig beeindruckt. Ungeachtet der Weisungen seines Vorgesetzten und den Intrigen seiner Kollegen bohrt er weiter, bis er den Fall gelöst hat.

Das Dorfleben mit all seinen Vor- und Nachteilen wird treffend karikiert. Die Figuren sind authentisch und auch die schönen Landschaftsbeschreibungen kommen nicht zu kurz.

“Faule Marillen” ist ein unterhaltsamer und spannender Regionalkrimi mit viel Lokalkolorit.

Die Fortsetzung “Jenseits auf Rezept” ist im April 2018 erschienen.

„One Perfect Lie – Der Schein trügt“ von Lisa Scottoline

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“Chris Brennan bewarb sich auf eine Lehrerstelle an der Central Valley High School, aber er war ein Betrüger. Sein Lebenslauf war gefälscht und seine Identität komplett erfunden.”

Das sind die ersten Zeilen des Thrillers “One perfect Lie”. Ein paar Seiten später verrät Chris dem Leser, was er vorhat. Chris ist bei seinen Schülern und der Damenwelt beliebt. Als Assistenztrainer der Baseballmannschaft hat er das Vertrauen der Spieler. Chris interessiert sich auffallend für drei seiner Spieler, die er danach auswählt, wie gut er sie manipulieren kann. Die drei Jungs kommen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Jede Familie hat ihre eigenen Probleme, die von den Müttern geschildert werden. Ein gefährliches und tödliches Spiel beginnt.

Das Setting verspricht einen spannenden Thriller. Ich war zunächst von dem Buch enttäuscht. Die Handlung schleppt sich dahin, Baseballspiele werden detailliert geschildert. Ich interessiere mich überhaupt nicht für Baseball, kenne nicht einmal die Spielregeln, geschweige denn, die ganzen Spezialausdrücke. Ich habe überlegt das Buch abzubrechen. Doch dann nahm die Handlung eine überraschende Wendung. Ab da ist alles anders, als es scheint, das Buch hat mich gepackt und es wurde spannend bis zum spektakulären Finale.

Ich bin froh, das Buch nicht weggelegt zu haben. So wurde ich durch einen fesselnden Thriller belohnt, inklusive Familiendrama und Kleinstadt-Porträt.

Kategorie: gelesen

von

Profilbild Kristina

Kristina kann sich ein Leben ohne Bücher nicht vorstellen. Bücher faszinieren sie, seit dem sie denken kann. Sie möchte mit dir ihre Freude am Lesen teilen. Gefallen dir ihre Beiträge? Dann verpasse keine neuen Artikel und abonniere sie per E-Mail.

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