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Der Winter kann warten – Christine Diana Stark

Cover Der Winter kann warten

Aktualisiert am

Lillie Fuchs kehrt nach ihrem Studium in ihre Heimatstadt Marienfels zurück. Sie hat eine Stelle als Redakteurin beim Marienfelser Tagesspiegel angetreten. Nach einem Interview mit der Bürgermeisterin über das bald zu eröffnende Frauenhaus recherchiert Lillie weiter und lernt die junge Anna kennen, mit der sie sich anfreundet.

Kurze Zeit später wird Annas türkische Mitbewohnerin Aylin, brutal durch Messerstiche ermordet. War es ihr Bruder, der die Familienehre wieder herstellen wollte? Lillie wird immer mehr in die Geschehnisse verstrickt, als ein weiterer Mord geschieht und ein Hundemörder Marienfels unsicher macht.

Lillie wird zudem in ein Gefühlschaos gestürzt, da der ermittelnde Kommissar der Bruder ihres Exfreundes ist.

Der Klappentext versprach einen spannenden Krimi. Leider wurde ich enttäuscht, richtig spannend wurde es erst am Ende des Eifel-Krimis. Die Story gefällt mir eigentlich ganz gut, die Umsetzung weniger.

Der Schreibstil hat noch Potenzial nach oben. Ich hatte immer wieder das Gefühl, dass der Krimi von zwei verschiedenen Personen geschrieben wurde. Es gibt spannende Passagen und dann wieder Abschnitte, die sich holprig lesen. Viele Satzwiederholungen unterbrechen die Spannung. Ich weiß nicht mehr, wie oft beispielsweise betont wurde, wie tierlieb und sensibel Lillie ist. Einige Beschreibungen fand ich unglaubwürdig und widersprüchlich. Das E-Book hat nur 136 Seiten und ich war froh, dass es nicht mehr sind.

Lillie war mir auf Anhieb sympathisch. Die angehende Redakteurin ist jung und ehrgeizig und fest entschlossen, das Volontariat für ihre Karriere zu nutzen. Der Einblick in den Redaktionsalltag ist interessant. Auch Anna, die ein Zimmer im Frauenhaus bekommen hat, fand ich gut beschrieben.

Die beiden Kommissare, Moritz Linde und Julia Stromberg waren gut getroffen. Ich hätte gerne mehr an den Ermittlungen teilgenommen. Die Schilderungen des Privatlebens von Moritz nehmen viel Raum ein, erklären seine derzeitige Situation und stören nicht.

Der Eifel-Krimi „Der Winter kann warten“ ist für mich kein Regional-Krimi. Bis auf die Beschreibung der Landschaft hätte die Handlung in jeder beliebigen Kleinstadt spielen können.

Die schnelle Auflösung des Falles hat mich überrascht. Das Ende wird viel zu schnell erzählt. Die Motivsuche und das „Ermitteln in alle Richtungen“ kamen zu kurz. Den Handlungsstrang mit dem Hundemörder fand ich zwar spannend, aber überflüssig.

Schade um die Story, das hätte die Autorin viel mehr daraus machen können.

Empfehlung

Richtig weiterempfehlen kann ich diesen Eifel-Krimi nicht. Die Story ist gut, aber schlecht umgesetzt.

Cover

Ein düsteres Cover mit einer einsamen Parkbank hat etwas Geheimnisvolles. Das Cover hat mich angesprochen. Ich finde es passend für einen Krimi.

Autor

Christine Diana Stark, geboren 1980, studierte deutsche und englische Literaturwissenschaft sowie Psychologie und Mediengermanistik in Trier und Giessen. Sie sammelte journalistische Erfahrungen im Bereich TV, Radio, Print und Online und absolvierte ihr Volontariat unter anderem als Kritikerin von Spielfilmen. Sie arbeitete sie als PR-Managerin in einem IT-Unternehmen sowie aktuell als Online-Redakteurin. (Amazon)

Mehr Info über die Autorin: http://www.christinedianastark.de/

Informationen zum Buch

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Titel: Der Winter kann warten
Autor: Christine Diana Stark
Genre: Eifel-Krimi
Print-Ausgabe:   136 Seiten
Ausgaben: E-Book, Broschiert
Verlag: Südwestbuch (1. Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ASIN: B00RP5ZBVG

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Kategorie: Krimi, Rezensionen

von

Profilbild Kristina

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