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Nicht ganz mein Typ – Björg Magnúsdóttir

Cover Nicht ganz mein Typ

Brandýs, Regina, Inga und Tinna sind beste Freundinnen seit ihrer Schulzeit. Brandýs und Regina wohnen zusammen in einer WG, Inga hat einen festen Freund und ist genervt von ihrer Schwiegermutter.  Sie treffen sich regelmäßig bei Inga, um über alles Mögliche zu diskutieren. Am Wochenende feiern sie in angesagten Klubs und schleppen den einen oder anderen Typ ab. Immer auf der Suche nach Mr. Right.

Der Titel beschreibt ganz gut die Handlung des Romans. Vier beste Freundinnen auf der Suche nach einem Mann. Im Fall von Tinna, nach dem perfekten Mann. Brandýs, Regina, Inga und Tinna sind seit ihrer Schulzeit befreundet. Sie sind Mitte zwanzig und beruflich erfolgreich. So unterschiedlich, wie sie selbst sind, sind ihre Berufe und Männerprobleme. Die Vier halten zusammen, in peinlichen Situationen genauso, wie bei ernsten Problemen.

Es ist kein üblicher Frauenroman. Die vier Freundinnen erzählen abwechselnd über ihre Erlebnisse im Job und Privatleben. Gespräche über die Bankenkrise, Quotenregelung, Emanzipation und Pornoindustrie werden angesprochen, aber nicht weiter vertieft. Bewundernswert ist der Zusammenhalt der vier Freundinnen. Sie sind immer zur Stelle, wenn sie gebraucht werden. Die Suche nach einem Mann wird mehr in einzelnen Episoden, als in einer fortlaufenden Handlung erzählt. Erst in den letzten Kapiteln geht der Roman etwas in die Tiefe.

Die vier Freundinnen wohnen in Reykjavik und geben Einblicke in das Leben dieser Generation. Der Alkohol scheint in Island eine große Rolle zu spielen, vor allem am Wochenende, wenn in den Klubs gefeiert und geflirtet wird. Allerdings wird mir das „typisch isländisch“ zu oft erwähnt und betont.

Der Roman „Nicht ganz mein Typ“ lässt sich gut lesen. Der Perspektivwechsel ist gut gelungen, obwohl der Schreibstil gleich bleibt. Witzig, bissig und ehrlich, so könnte man den Schreibstil beschreiben. Einige Episoden haben mich zum Lachen gebracht. Die Charaktere sind glaubwürdig, unabhängig meiner Sympathien. Die kurzen Kapitel haben witzige Überschriften.

Fazit

Der Roman stand wochenlang auf der isländischen Bestsellerliste, was ich nicht ganz nachvollziehen kann. Mich hat der Roman nicht ganz überzeugen können. Schade, ich habe mir von dem Buch mehr versprochen. Wahrscheinlich bin ich die falsche Zielgruppe. Die meisten Mitleserinnen bei der Leserunde bei LovelyBooks waren von dem Buch, als isländändische Version von „Sex & the City“, total begeistert. Die Fortsetzung „Genau mein Typ“ erscheint im Herbst 2016. Ob ich die Fortsetzung lesen werde, weiß ich nicht, obwohl ich neugierig bin, wie es mit den vier Freundinnen weiter geht.

Cover und Titel

Das Cover und der Titel sind mir sofort aufgefallen. Sie sind anders als die in diesem Genre üblich. Allerdings finde ich die Schrift einen Tick zu groß, die Figuren sind erst beim zweiten Blick als solche zu erkennen.

Autor

Björg Magnúsdóttir, geboren 1985 in Reykjavik, studierte politische Wissenschaft und lebt als Journalistin und Autorin in Reykjavik. Ihr Debüt Nicht ganz mein Typ war in Island auf Anhieb ein Riesenerfolg und stand wochenlang auf der Bestsellerliste. (Amazon)

Informationen zum Buch

Titel: Nicht ganz mein Typ
Autor: Björg Magnúsdottir
Genre: Roman
Print-Ausgabe: 322 Seiten
Ausgaben: Broschiert, E-Book
Verlag: Insel Verlag; Deutsche Erstausgabe (8. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Ekki pessi týpa
ISBN-10: 3458361464
ISBN-13: 978-3458361466
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Kategorie: Rezensionen, Roman

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Profilbild Kristina

Kristina kann sich ein Leben ohne Bücher nicht vorstellen. Bücher faszinieren sie, seit dem sie denken kann. Sie möchte mit dir ihre Freude am Lesen teilen. Gefallen dir ihre Beiträge? Dann verpasse keine neuen Artikel und abonniere sie per E-Mail.

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