gelesen, Krimi, Roman, Thriller
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Rückblick Dezember 2020

Cover Rückblick Dezember 2020

Aktualisiert am 23. April 2021

Corona bedingt habe ich dieses Jahr keinen Weihnachtsstress. Der Dezember war ein ungewohnt ruhiger Monat und es blieb mir mehr Zeit zum Lesen. Ich habe mich kreuz und quer durch verschiedene Genres gelesen. Bilanz zum Monatsende, zehn Bücher, die mich alle gut unterhalten haben. Ich stelle dir diese Bücher in meinem Rückblick Dezember 2020 vor.

Herzlich Willkommen im Jahr 2021!

Meine Buchhighlights 2020

Pünktlich zum Jahreswechsel war das Motto bei Top Ten Thursday: Meine Top Ten Highlights aus 2020

Rückblick Dezember 2020

Challenges

Motto Challenge 2020: Das Motto für Dezember: Das beste kommt zum Schluss

Weltenbummler Challenge 2020: Welche Länder habe ich in meinen Büchern besucht, welche Kontinente habe ich bereist?  Zum Schluss habe ich noch zwei neue Länder bereist. Damit habe ich 20 Länder insgesamt geschafft.

SuB Abbau Challenge 2020: Das Ziel dieser Challenge ist den SuB (Stapel ungelesener Bücher) abzubauen und dabei viel Spaß zu haben. Es wird jeweils ein Monatsmotto und ein Autorenmotto vorgegeben.

Monatsmotto: Alles winterliche und weihnachtliche bringt euch Punkte. 
Autoremotto: Diesen Monat bringen euch Autoren Punkte von denen ihr schon mindestens zwei Bücher gelesen habt.

Challenge: #DasSuBabc 2020: Die Challenge geht zu Ende und ich habe das ABC noch ein letztes bearbeitet. Leider bin ich nicht im Lostopf gelandet, weil mir noch einige Rezensionen bzw. Kurzmeinungen fehlen.

ABC Cover Challenge 2020: Dieses Jahr mache ich statt der Aktion Cover Theme Day bei dieser Challenge mit. Es ist die einzige Challenge, bei der ich eine Rezension schreiben muss. Das ist auch der Punkt, an dem meine Challenge gescheitert ist. Die nicht verlinkten Bücher werden nicht bewertet.

Aktionen

Jeden Donnerstag findet der Top Ten Thursday statt. Es werden 10 Bücher zum jeweiligen Thema präsentiert. Auf der Aktionsseite Top Ten Thursday habe ich die Themen aufgelistet und zu meinen Beiträgen verlinkt.

Meine Bücher im Dezember 2020

„Kirschkuchen am Meer“ von Anne Barns

Jahrelang hat Marie nichts von ihrem Vater gehört, bis sie die Nachricht erhält, dass er gestorben ist. Lange überlegt sie, ob sie zur Seebestattung fahren soll oder nicht. Sie will nicht der neuen Frau ihres Vaters begegnen, die Schuld an dem Zerwürfnis war. Schließlich fährt sie doch an die Nordsee, um sich von ihrem Vater zu verabschieden. Ihre Mutter und Großmutter begleiten sie. Dort begegnet Marie einer fremden Frau, durch die sie ihren Vater neu kennenlernt.

Das Buch ist leicht lesbar und kurzweilig geschrieben. Als Zugabe sind einige Rezepte im Anhang enthalten. Die Landschaft der Inseln Norderney und Juist ist lebendig beschrieben. Wer öfters Bücher von Anne Barns liest, wird einigen alten Bekannten aus den anderen Romanen begegnen.

„Das Geheimnis der Orangen“ von Ella Wünsche

Letizia hat in Palermo deutsche Literaturgeschichte studiert. Doch anstatt an einem Schreibtisch zu sitzen, hilft sie im Winter ihrer Oma in Heidelberg, Orangen aus dem elterlichen Betrieb zu verkaufen. Dort lernt sie den Unternehmersohn Alexander kennen. Letizia und Alexander kommen aus ganz unterschiedlichen Welten. Das bekommt Letizia bei einem Besuch bei der Unternehmerfamilie deutlich zu spüren. Hat ihre Liebe eine Zukunft?

Als Letizia von ihrem kürzlich verstorbenen Onkel Pietro einen Orangenhain erbt, kommt sie einem Familiengeheimnis auf die Spur. Mit Pietros Geschichte taucht man in das Jahr 1958 ein. Die Autorin beschreibt sehr gut die Vorbehalte und Feindseligkeiten gegenüber den ersten Gastarbeitern in Deutschland. 

Die beiden Geschichten werden parallel erzählt, wobei mir Pietros Geschichte besser gefallen hat, sie war nicht vorhersehbar. Da “Geheimnis der Orangen” ein Liebesroman ist, geht es vor allem um die große Liebe. 

„Zeit der Pfirsichblüte“ von Anja Saskia Beyer

Der neue Roman von Anja Saskia Beyer spielt vorwiegend in Barcelona. Auf zwei Zeitebenen erzählt Anna die Geschichte ihrer großen Liebe. Anna hat in Barcelona Germanistik studiert, wo sie ihrer großen Liebe begegnet ist, die unglücklich endete. Nach zwanzig Jahren fährt sie mit ihrer besten Freundin Carina zu einem Mädelsurlaub nach Barcelona. Dort angekommen begibt sich Anna auf Spurensuche. Sie ist vor Kurzem auf einen Bericht gestoßen und hat einen unfassbaren Verdacht.

Die lebendige Schilderung der mediterranen Lebensweise erzeugt Urlaubsstimmung. Ein dunkles Kapitel in Spaniens Vergangenheit wird aufgedeckt. Ein ernstes Thema wird in einer Liebesgeschichte verpackt und leicht und berührend erzählt. 

„Bornholmer Schatten“ von Katharina Peters

Der Kriminalroman „Bornholmer Schatten“ ist der Auftakt zu einer neuen Serie. Die Kommissarin Sarah Pirohl nimmt sich eine Auszeit und zieht sich heimlich auf die dänische Insel Bornholm zurück. Sie hadert mit dem Gefühl von Ohnmacht und Schuld und ihrem eigenen Versagen. Hier kommt die Kriminalpsychologin Hannah Jakob ins Spiel, die Protagonistin einer anderen Krimireihe von Katharina Peters.

„Bornholmer Schatten“ behandelt das brisante Thema der Neonaziszene und der extremen rechten Parteien. Sarah hat Probleme mit ihrer Familie, vor allem mit ihren Vater, der mit ihrer Berufswahl nicht einverstanden ist. Die Anwaltskanzlei ihres Vaters taucht im Zuge der Ermittlungen immer wieder auf.

Der Krimi ist sehr fesselnd geschrieben, der Fall interessant, die neue Kommissarin sympathisch, die Auflösung stimmig. Ich möchte noch mehr Fälle mit Sarah Pirohl auf Bornholm lösen.

Klappentext:

Sarah Pirohl galt als hoffnungsvolle Kommissarin, doch gleich ihr erster eigener Fall in Rostock ging schief. Ein Mädchen wurde ermordet, und der Hauptverdächtige beging in der Haft Selbstmord. Wenig später aber wurde eine zweite Leiche gefunden – auf die gleiche Art getötet. Weil sie sich ihre Ermittlungsfehler nicht verzeihen kann, zieht Sara sich nach Bornholm zurück. Bis Henrik, ein ehemaliger Kollege, vor ihrer Tür steht. Ein weiterer Mord ist passiert, und es gibt Hinweise, dass der Täter eine Verbindung zu Sarah hat. Dann wird die nächste tote Frau gefunden – ausgerechnet auf Bornholm … (amazon)

„Das Lied des Nordwinds“ von Christine Kabus

Das “Lied des Nordwinds” ist ein historischer Roman, der 1905 vorwiegend in Norwegen spielt. Zwei Frauen, zwei Schicksale, die zuerst gar nichts miteinander zu tun haben. Abwechselnd erzählt, ist der Anfang recht zäh. Das erste Drittel enthält zwar interessante Schilderungen, es dauert aber, bis die Geschichte in Fahrt kommt. Der Roman ist in einer für Norwegen turbulenten politischen und gesellschaftlichen Zeit angesiedelt. Frauen kämpfen um ihre Rechte und im Sommer 1905 verlässt Norwegen nach einer Volksabstimmung die Personalunion mit Schweden und bekommt einen eigenen König. 

Liv kommt aus den einfachsten Verhältnissen und fängt als Dienstmädchen im Haus eines Pfarrers an. Pfarrer Treske arbeitet als Lehrer in einer Missionsschule in Stavanger, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Liv fällt vom ersten Tag an auf, wie schlecht Treske seinen Sohn Elias behandelt und kümmert sich um ihn und gewinnt bald sein Vertrauen. Die Lage spitzt sich zu und Liv muss eine schwere Entscheidung treffen.

Die aus Breslau stammende junge Gräfin Karoline lebt mit ihren Schwiegereltern auf dem ländlichen Familienanwesen. Karoline ist in einer unglücklicher kinderlosen Ehe gefangen. Ihr Ehemann kehrt nach längerer Abwesenheit schwer krank zurück. Falls er stirbt, fällt der Familienbesitz an einen verhassten entfernten Verwandten. Durch Zufall erfährt Karoline, dass ihr Ehemann einen unehelichen Sohn in Norwegen hat. Um das Familienerbe zu retten, fährt sie heimlich nach Norwegen, um ihn zu suchen. Dort lernt sie einige Frauenrechtlerinnen kennen. 

Fazit: Die zweite Hälfte des historischen Romans erzählt spannend und unterhaltsam die Geschichte zweier Frauen, die für mehr Frauenrechte kämpfen und letztendlich ihre große Liebe finden.

„Wisting und der Tag der Vermissten“ von Jørn Lier Horst

„Wisting und der Tag der Vermissten“ ist der Auftakt zu einer Cold Case Reihe mit Kommissar Wisting, der in Larvik in Südnorwegen ermittelt. William Wisting lernte ich durch zwei Fernsehfilme kennen. „Jagdhunde“ und „Eisige Schatten“ liefen im Dezember 2019 in der ARD. Ich war begeistert und wollte die anderen Bücher dieser Reihe lesen. Enttäuscht stellte ich fest, dass nicht alle Bände ins Deutsche übersetzt wurden. Dafür entdeckte ich die Cold Case Fälle.

„Wisting und der Tag der Vermissten“ punktet mit einer gut aufgebauten, ungewöhnlichen Story, die mich sofort gefesselt hat. Der Krimi ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend.

Klappentext:

Seit 24 Jahren hat Kommissar William Wisting ein Ritual: Am Jahrestag des Verschwindens von Katharina Haugen nimmt er sich die Fallakten erneut vor. Dieser Cold Case lässt ihm einfach keine Ruhe. Jedes Jahr trifft er zudem Martin Haugen, den Ehemann der Vermissten und damaligen Hauptverdächtigen, dem nie eine Schuld nachgewiesen werden konnte. Doch dieses Jahr sind zwei Dinge anders: Aus Oslo reist Adrian Stiller an, der in einem anderen Fall über die Fingerabdrücke von Martin Haugen gestolpert ist. Und als Wisting Haugen wie immer treffen will, ist dieser spurlos verschwunden. (amazon)

„Wisting und der Atem der Angst“ von Jørn Lier Horst

„Wisting und der Atem der Angst“ ist der dritte Band dieser Reihe. Den Zweiten habe ich leider noch nicht gelesen. Der neue Fall hat mich ebenfalls gefesselt und überzeugt.

„Autopsie“ von Catherine Shepherd

Den Thriller “Autopsie” bekam ich als Leserin des Newsletters von Catherine Shepherd zu Weihnachten geschenkt. Es ist die Vorgeschichte zu der Reihe mit der Gerichtsmedizinerin Julia Schwarz. Schade, dass der spannende Thriller so schnell zu Ende war! 

Julia Schwarz absolviert ihr letztes Semester und arbeitet als Tutorin in einem Anatomiekurs. Ihr Kollege und Mitbewohner Lennart wird während des Kurses festgenommen. Er wird verdächtigt, seine Ex-Freundin umgebracht zu haben. Julia ist entsetzt. Sie glaubt fest daran, dass Lennart unschuldig ist. Sie ermittelt auf eigene Faust und sucht nach Beweisen, die Lennart entlasten sollen. 

„Die verbotene Zeit“ von Claire Winter

Die Autorin Claire Winter erzählt emotional und sehr berührend eine sehr spannende Familiengeschichte, die sich auf zwei Zeitebenen abspielt. Carla erholt sich von ihrem Unfall bei ihrem Vater in Cornwall, der sich liebevoll um sie kümmert. Sie hat das Gefühl, dass ihr Ehemann Tom und ihr Vater ihr etwas verschweigen. Die fehlenden sieben Monate verstören sie und machen ihr Angst. Heimlich beginnt sie zu recherchieren und wie ein Puzzle die Zeit vor ihrem Unfall zusammenzusetzen.

Bei Romanen, die auf zwei Zeitebenen handeln, ist es oft so, dass die Gegenwart nur die Rahmengeschichte bildet und nicht so spannend ist wie die Vergangenheit. In diesem Roman ist es anders. Beide Geschichten haben mich gefesselt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand geben.

Klappentext:

London 1975: Nach einem schweren Autounfall sind Carlas Erinnerungen wie ausgelöscht, und sie setzt alles daran, die verlorene Zeit zu rekonstruieren. Der Journalist David Grant behauptet, sie sei auf der Suche nach ihrer Schwester gewesen, die vor sechzehn Jahren spurlos an der Küste von Cornwall verschwand. Doch kann sie ihm vertrauen? Und was verbergen ihre Eltern vor ihr? Die Wahrheit führt Carla weit zurück in die Vergangenheit, in das Berlin der Dreißigerjahre, zu einer ungewöhnlichen Freundschaft und einer verbotenen Liebe, aber auch zu einer schrecklichen Schuld … (amazon)

„Schlüssel 17“ von Marc Raabe

Ich habe einen neuen Autor und eine neue Thriller-Serie für mich entdeckt. “Schlüssel 19” ist der Auftakt zu der “Tom-Babylon-Serie. Bisher erschienen:

  1. „Schlüssel 17“
  2. „Zimmer 19“
  3. „Die Hornisse“

Im Mittelpunkt steht der Kommissar Tom Babylon vom LKA Berlin und die Psychologin Dr. Sita Johanns. Tom Babylon ist ein Mann voller Geheimnisse, der sich die Schuld am Verschwinden seiner Schwester Viola gibt. Er neigt zu Alleingängen und bekommt deshalb Sita als “Aufpasserin”. Tom Babylon muss sich zähneknirschend fügen, denn der neue Fall verlangt seine ganze Aufmerksamkeit. Einige Spuren führen in seine Vergangenheit. In Rückblenden erfährt der Leser, was “Schlüssel 17” bedeutet und wie seine Schwester entführt wurde. 

Klappentext:
In der Kuppel des Berliner Doms hängt eine grausam zugerichtete Tote mit schwarzen Flügeln: Es ist die prominente Dompfarrerin Dr. Brigitte Riss. Um den Hals trägt sie einen Schlüssel. In den Griff ist die Zahl 17 geritzt. Tom Babylon vom LKA will diesen Fall um jeden Preis. Denn mit diesem Schlüssel verschwand vor vielen Jahren seine kleine Schwester Viola. Doch Tom bekommt eine unliebsame Partnerin für die Ermittlungen. Die Psychologin Sita Johanns fragt sich schon bald, wer in diesem Fall mehr zu verbergen hat: Tom oder der Mörder, der sie beide erbarmungslos vor sich hertreibt. (amazon)

Der Thriller hat mich von Anfang an gepackt und ich musste gleich die Fortsetzung “Zimmer 19” lesen. Wie mir die Fortsetzung gefallen hat, erfährst du im Rückblick Januar 2021. Mehr über die Serie und die Charaktere habe ich in der Rezension zu “Die Hornisse” geschrieben.


Info Reihen

Eine Übersicht meiner gelesenen Reihen, findest du in Buchreihen Krimis und Thriller von A-Z oder in Trilogien und andere Mehrteiler von A-Z.

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