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Rückblick Dezember 2016 – Ein Bücherjahr geht zu Ende

Cover Rückblick Dezember 2016

Meine im Dezember gelesenen Bücher schenkten mir spannende und unterhaltsame Stunden. Das Motto der Motto Challenge war, Bücher mit möglichst langen Buchtiteln zu lesen. Das schien zuerst gar nicht so einfach, da die meisten Titel nur aus maximal drei Wörtern bestehen. Trotzdem gelang es mir, sechs Bücher mit längeren Buchtiteln zu finden.

Rückblick Dezember 2016

In dem Kriminalroman mit dem schönen Titel „Der Träume blauer Schlussakkord“ von Brigitte Pons, darf Frank Liebknecht undercover ermitteln und dabei seinem musikalischen Hobby nachgehen. Ein humorvoller Krimi mit überraschenden Wendungen.

Der neueste Krimi „Schere 9“ von Isabella Archan ist ein fesselnder, ungewöhnlicher Kriminalroman, von der ersten bis zur letzten Seite. Dem Leser bleibt keine Zeit zum Verschnaufen.

„Datengrab“ von Bogenstahl & Junge ist ein temporeicher, spannender Krimi aus dem Ruhrgebiet, in einem humorvoll bissigen Schreibstil geschrieben. Im Mittelpunkt stehen die Mitarbeiter eines IT-Instituts der Uni Duisburg-Essen, in dem es um Datensicherheit und Machtmissbrauch geht.

Eine Übersicht der im Dezember gelesenen Bücher ist in Mein Lesejahr 2016 zusammengestellt.

Buchbesprechungen

„Die Frau des Fotografen“ von Nick Alexander

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Sophie, die Tochter des berühmten Fotografen Anthony Marsden, möchte eine Retrospektive seiner Werke veranstalten. Sie bittet ihre Mutter Barbara, mit ihr die alten Fotos durchzugehen. Barbara ist zunächst überhaupt nicht von der Idee begeistert, willigt aber schließlich ein. Mit den alten Fotos kommen alte Erinnerungen und Geheimnisse ans Licht, die das Leben aller Beteiligten verändern werden.

Der Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Barbara, aus der Generation der Kriegskinder, erinnert sich an das schwierige Eheleben nach dem Motto: Augen zu und durch. Sie hat ihre Kinder beschützt und sich nichts anmerken lassen. Probleme wurden „unter den Teppich gekehrt“. Die jüngste Tochter Sophie himmelte ihren Vater an und kann ihre Mutter nicht verstehen. Je mehr der Ausstellungstermin näher rückt, desto mehr bröckelt die Legende des Fotografen Anthony Marsden.

Barbaras Lebensgeschichte wird sehr eindringlich geschildert. Tochter Sophie erscheint dagegen ein wenig blass. Der Roman ist fesselnd geschrieben, trotz einiger langatmiger Passagen.

„Ohne Vampir nichts los“ von Lynsay Sands

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Als Unsterbliche Sherry Carnes Laden verwüsten, kommt ihr der Vampir Basileios Argeneau zu Hilfe. Basil erkennt in Sherry sofort seine Seelengefährtin, auch wenn er nicht weiß, was er von ihrer scharfzüngigen und offenherzigen Art zu halten hat. Doch der Überfall auf Sherrys Laden macht ihm eines deutlich: Sherry schwebt in großer Gefahr, und Basil ist der Einzige, der sie retten kann. (Amazon)

Linsay Sands schreibt humorvolle Liebesgeschichten zwischen Sterblichen und Unsterblichen in der heutigen Zeit. Den Clan der Argeneaus kenne ich schon aus „Vampir á la carte“ und „Vampir für jede Jahreszeit“. „Ohne Vampir nichts los“ bietet neben temporeicher Verfolgungsjagden, erotische Passagen und überraschende Wendungen. Der Vampirroman bescherte mir unterhaltsame Stunden.

„Cora Bergmann und die Weihnachtsbaumverschwörung“ von Brigitte Pons

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Kurz vor Weihnachten verschwindet der Buchhalter des Baustoffhandels, in dem Cora arbeitet, mit einer Menge Bargeld. Kurz darauf stehen die Steuerprüfer vor der Tür. Cora und die Belegschaft machen sich Sorgen um ihr Weihnachtsgeld. Cora beschließt zu handeln, um das Weihnachtsgeld zu retten.

Coras Rettungsaktion wird witzig und unterhaltsam erzählt. Cora hat nicht nur Sorgen wegen ihrem Weihnachtsgeld, sondern schlittert auch noch in eine Midlife-Crisis. Diese Passagen fand ich etwas langatmig und diesen Handlungsstrang in diesem Buch störend. Coras Midlife-Crisis wäre in einem eigenen Roman besser aufgehoben.

„Die Frau mit dem roten Schal“ von Michel Bussi

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Jamal sieht einen roten Schal und dann eine Frau am Klippenrand. Er will sie von einem Sprung abhalten und wirft ihr den Schal zu. Doch die junge Frau springt in die Tiefe. Die Polizei glaubt ihm nicht, sie geht von Mord aus. Jamal findet heraus, dass vor 10 Jahren eine junge Frau auf die gleiche Weise zu Tode kam. Verzweifelt versucht er seine Unschuld zu beweisen.

Michel Bussi legt mit „Die Frau mit dem roten Schal“ einen Roman vor, der sich wieder wie ein Krimi liest. Jamals Suche nach der Wahrheit wird sehr spannend geschildert. Keiner glaubt ihm, alle Indizien sprechen gegen ihn. Zeitweise hatte ich Zweifel, ob Jamal das tatsächlich erlebt hat. Realität oder Fiktion? Die Auflösung wird in einem Showdown geliefert. Eine unglaubliche Geschichte, die damit noch nicht zu Ende ist. Letztendlich werden alle offenen Fragen geklärt.

„Brief an meine Schwester“ von Leslie Malton und Roswitha Quadflieg

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„Brief an meine Schwester“ ist eine sehr berührende Biografie von Leslie Malton und eine Liebeserklärung an ihre Schwester Marion, deren rätselhafte Krankheit endlich einen Namen gefunden hat. Sie schildert sehr eindringlich, wie die Behinderung das Familienleben geprägt hat. In der Biografie wird deutlich, wie unterschiedlich Menschen mit Handicap in Amerika und Deutschland behandelt werden.

Die in Amerika geborene Leslie Malton, erzählt über ihre Kindheit in Wien und Berlin und ihren Werdegang zur Schauspielerin. Immer im Mittelpunkt steht ihre Schwester Marion. Ein sehr lesenswertes Buch.

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