Rezensionen, Thriller
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Thriller mit Goldmann und Brandner von Timo Leibig

Thriller von Timo Leibig

Auf Timo Leibig wurde ich durch Buchblogger aufmerksam. Der Krimi „Totenschmaus“ schien mich zu verfolgen. Ich fand das Cover witzig, las den Klappentext und einige Rezensionen, bevor ich mir den Krimi auf meinen Kindle holte.

„Totenschmaus“ ist bereits der dritte Fall für das Ermittlerduo Leonore Goldmann und Walter Brandner. Mit hat der unterhaltsame Krimi gefallen und so war es nur eine Frage der Zeit, bis ich mir „Mädchendurst“ und „Fußabschneider“ auf den Kindle geladen habe. Die Thriller habe ich der Reihe nach gelesen, um die Vorgeschichte der beiden Ermittler chronologisch zu verfolgen. Die beiden Thriller sind nichts für schwache Nerven.

Am besten gefallen hat mir „Totenschmaus“ wegen der ungewöhnlichen Story. Spannend waren alle drei Bücher. Von Leonore Goldmann und Walter Brandner erfährt man viel vom privaten Hintergrund, ohne dass die Spannung darunter leidet. Die Thriller sind im lockeren Schreibstil, dem Thema angemessen, gehalten. „Totenschmaus“ ist ein humorvoller Krimi und zu recht kein Thriller.

Lesenswert sind alle drei Bücher, die unabhängig voneinander gelesen werden können, ohne das Gefühl zu haben, dass Informationen fehlen. Wer die Hintergrundgeschichte der beiden Ermittler verfolgen möchte, sollte die Bücher der Reihe nach lesen.

Cover

Das Cover von „Mädchendurst“ tanzt aus der Reihe, die anderen beiden Cover zeigen dagegen deutlich, dass sie zu einer Reihe gehören. Das Cover von „Totenschmaus“ finde ich witzig, die anderen beiden Cover gefallen mir weniger.

„Totenschmaus“ (3) von Timo Leibig


Kommissarin Leonore Goldmann wird ins Sternelokal „Dreierlei“ eingeladen. Nach einem Streit mit der Servicekraft verschwindet, der an diesem Abend ebenfalls anwesender, Restaurantkritiker Ferdinand von Belch. Leonores Bauchgefühl sagt ihr, dass die drei Köchinnen etwas zu verbergen haben.

„Totenschmaus“ ist ein unterhaltsamer Krimi, der zum großen Teil aus der Sicht der drei Köchinnen erzählt wird. Leser, die nicht gerne essen oder kochen, werden diese Passagen als langatmig empfinden. Es wird viel über das Kochen und die Abläufe in einer Sterneküche erzählt. Einige Szenen sind nicht glaubwürdig aber Leser, die nicht kochen können, werden das nicht merken. Amüsante Einfälle und ein überraschendes Ende machen den Krimi lesenswert.

„Fußabschneider“ (2) von Timo Leibig


In den Auen findet man eine übel zugerichtete Frauenleiche, der ein Fuß fehlt. Sie kann nicht identifiziert werden, denn die Tote taucht nicht in den Vermisstenmeldungen auf. Ein paar Tage später taucht wieder eine Frauenleiche, ohne Fuß auf. Etwa zur gleichen Zeit verschwindet die Tochter einer Bekannten von Leonore. Die Ermittler vermuten bald, dass die Fälle miteinander zusammenhängen.

Wie in „Mädchendurst“ erzählt der Täter seine Vorgeschichte und sein gegenwärtiges Vorgehen. Es offenbaren sich, wie auch bereits in „Mädchendurst“, die Abgründe der menschlichen Psyche, die mich schaudern lassen. Die beiden Ermittler Leonore Goldmann und Walter Brandner tappen im Dunkeln. Leonore ist mit ihren eigenen Problemen beschäftigt, ohne dass die Spannung darunter leidet.

„Mädchendurst“ (1) von Timo Leibig


Eine Schulklasse unternimmt einen Schulausflug in den Zoo, kommt dort aber nie an. Die acht Mädchen und ihre Lehrerin verschwinden spurlos. Leonore Goldmann und Walter Brandner sehen Parallelen zu einem alten Fall, in dem sechs Mädchen spurlos verschwanden. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, um die Mädchen noch lebend zu finden.

„Mädchendurst“ ist der erste Fall für Leonore Goldmann und Walter Brandner. Die beiden sympathischen Ermittler sind seit Jahren ein eingespieltes Team. Walter Brandner muss sich in diesem Fall mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen. Der Entführer erzählt seine eigene Lebensgeschichte, spätestens jetzt weiß der Leser, warum „Mädchendurst“ ein Thriller ist. Der Leser erfährt, wie es den Mädchen seit der Entführung geht, und hat einen Wissensvorsprung vor den Ermittlern und begreift, welche Rolle der Faktor Zeit spielt. Der Wechsel der Perspektiven erhöht die Spannung.

 

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Kategorie: Rezensionen, Thriller

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Kristina kann sich ein Leben ohne Bücher nicht vorstellen. Bücher faszinieren sie, seit dem sie denken kann. Sie möchte mit dir ihre Freude am Lesen teilen. Gefallen dir ihre Beiträge? Dann verpasse keine neuen Artikel und abonniere sie per E-Mail.

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