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Rückblick Januar 2017 – Das Jahr fängt gut an

Cover Rückblick Januar 2017

Die Zeit vergeht viel zu schnell. Kaum habe ich den Rückblick für Dezember 2016 geschrieben, ist der Januar auch schon wieder vorbei. Mein Rückblick Januar 2017.

Rückblick Januar 2017

Das Lesejahr 2017 habe ich mit einem berührenden, poetischen Roman eingeläutet. „Heimwärts über das Eis“ von Gunilla Linn Persson hat mich trotz der ruhigen Erzählweise in seinen Bann gezogen.

Nach einem ruhigen Roman war ein spannender Thriller an der Reihe. „Der Schneeleopard“ von Tess Gerritsen ist ein fesselnder Thriller, dessen Thematik nicht jedermanns Sache ist.

Ein ganz besonderer Kriminalroman, der in Berlin spielt, ist „Die dunklen Lichter der Stadt“ von Stefan Holtkötter. Ein gelungener, temporeicher Krimi mit Gesellschaftskritik und einem ungewöhnlichen Ermittlerpaar.

„Das Lied der Störche“ von Ulrike Renk entführt den Leser auf ein Gut in Ostpreußen der 20er Jahre. Der Roman ist der erste Teil einer Trilogie.

Eine Übersicht der im Januar gelesenen Bücher ist in Mein Lesejahr 2017 zusammengestellt.

Buchbesprechungen

„Der blaue Stern“ von Ulrike Busch

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Die Goldschmiedin Inka Brook hat ihren Chef den Juwelier Daniel Kornblum wegen Geldwäsche angezeigt. Sie soll gegen ihn und den Mafiaboss Rocco Graubner aussagen. Inka ist gezwungen, das Zeugenschutzprogramm anzunehmen und unterzutauchen. Die Polizei und Rocco sind davon überzeugt, dass Inka weiß, wo das verschwundene Geld und der blaue Stern, ein wertvoller Diamant, ist. Eine undichte Stelle führt Rocco in das Ostfriesenstädtchen, wo Inka inzwischen unter einem anderen Namen lebt und arbeitet.

Inka steckt ganz schön in der Zwickmühle. Sie ist Witwe und hat nach langen Jahren in Daniel Kornblum ihre zweite große Liebe gefunden. Einzig ihr Gerechtigkeitssinn hat sie dazu bewogen, Daniel anzuzeigen. Als die Polizei sie beschuldigt, das Geld und die Diamanten gestohlen zu haben, bekommt sie Zweifel, ob sie richtig gehandelt hat. Das Zeugenschutzprogramm macht ihr Angst, da sie ihre beste Freundin verlieren wird und nicht mehr als Goldschmiedin arbeiten darf. Inkas Zweifel, der mühsame Neuanfang und die Angst entdeckt zu werden, werden realiastisch geschildert.

Spannend und temporeich wird der Krimi, als sich Inka verfolgt fühlt und beschließt, selbst nach dem Geld und dem Diamanten zu suchen. Gut gewählte Charaktere und überraschende Wendungen machen den Krimi lesenswert.

„Ein Vampir zum Vernaschen“ von Lynsay Sands

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Der gut aussehende Lucern Argeneau lebt sehr zurückgezogen. Er ist Schriftsteller und schreibt neben historischen Romanen auch Vampirromane, die unter einem Pseudonym veröffentlicht werden. Er hat eine sehr große Fangemeinde, weigert sich aber eine Lesereise zu machen. Seiner neuen Lektorin Kate C. Leever gelingt es durch ein Missverständnis, ihn zu überreden an einer Konferenz teilzunehmen. Eine Woche im Hotel zu leben stellt Lucern vor das Problem, wie er sich Blutkonserven beschaffen kann, ohne sich verdächtig zu machen. Denn Kate weicht nicht von seiner Seite.

Im Mittelpunkt der romantischen Vampirromane von Lynsay Sands steht der Clan der Argeneaus. Sie ernähren sich von Blutkonserven, altern nicht und gehen normalen Berufen nach. Die Liebesgeschichten spielen sich zwischen Sterblichen und Unsterblichen ab. Das sorgt im Alltag der heutigen Zeit unweigerlich für Situationskomik.

Es ist sehr unterhaltsam zu lesen, wie sich Lucern mit seinen Fans anfreundet, und versucht aus peinlichen Situationen wieder herauszukommen. „Ein Vampir zum Vernaschen“ ist, wie alle Vampirromane von Lynsay Sands humorvoll geschrieben.

„Unter dem Polarlicht“ von Elisabeth Büchle

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Kurz vor Ende ihrer Probezeit verliert Chiara ihren Job bei der Bank. Ein Freund vermittelt ihr kurzfristig einem Job für einen Verlag. Ein berühmter Krimiautor hat sich ein paar Wochen vor dem Abgabetermin beide Hände gebrochen und Chiara soll für ihn sein neuestes Buch tippen. Chiara reist für sechs Wochen in die kanadischen Rocky Mountains, wo der Autor zurückgezogen in einer einsamen Berghütte lebt.

Chiara trifft auf einen wortkargen Eigenbrötler, der überhaupt nicht begeistert ist, einen Mitbewohner zu bekommen. Chiara lässt sich nicht abschrecken und bietet ihm mit ihrer humorvollen aber resoluten Art Paroli. Schnell wird ihr klar, dass es einen dunklen Punkt in seinem Leben gibt, über den er nicht sprechen möchte. Der Schlagabtausch der beiden bietet ein kurzweiliges Lesevergnügen. Die herrlich verschneite, winterliche Landschaft Kanadas wird sehr bildlich und fast poetisch beschrieben.

„Unter dem Polarlicht“ ist ein romantischer Roman für ein paar unterhaltsame Stunden. Beim Lesen des Klappentextes erwartete ich allerdings einen Spannungsroman und keinen vorausschaubaren Liebesroman.

„Die Schneelöwin“ von Camilla Läckberg

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Ein junges Mädchen läuft aus dem Wald auf eine Landstraße, wird von einem Auto erfasst und stirbt kurz darauf im Krankenhaus. Victoria Hallberg wurde seit einigen Monaten vermisst und ihr Körper wurde schwer misshandelt. Sie ist nicht das einzige Mädchen, das vermisst wird. Gibt es einen Zusammenhang? Wurden die Mädchen entführt?

Die Krimiautorin Erika Falck recherchiert für ein neues Buch und interviewt im Gefängnis Laila, die seit Jahren ihre Strafe für den Mord an ihrem Mann Vladek verbüßt. Laila ist nicht sehr gesprächig und weigert sich hartnäckig über ihre Tochter zu sprechen, die offenbar misshandelt und im Keller angekettet wurde. Erika hat das Gefühl, dass Laila etwas verbirgt und die Dinge vielleicht ganz anders liegen.

Mit ihrem analytischen Verstand hat mir die Schriftstellerin Erika Falck, als Ermittlerin besser gefallen, als ihr Mann Patrik Hedström, der Polizist und eigentliche Leiter der Ermittlungen. Das Ermittlerteam und die Polizeiarbeit werden glaubhaft dargestellt, genauso, wie die Tatsache, dass ein unfähiger Chef recht anstrengend und zum Problem werden kann.

Der Krimi wird auf zwei Zeitebenen und aus mehreren Perspektiven erzählt. Ich war neugierig, wie die verschiedenen Handlungsstränge zusammenlaufen. Einige Passagen fand ich langatmig und einige Handlungsstränge überflüssig. Durch den schnellen Wechsel der Perspektiven fiel mir die Zuordnung der vielen Charaktere nicht immer leicht. Lailas Vergangenheit wird in kurzen Kapiteln erzählt, die manchmal zu abrupt enden.

Durch geschickt gelegte falsche Fährten ist der Krimi trotzdem spannend zum Lesen. „Die Schneelöwin“ hat mich letztendlich nicht ganz überzeugt, daran dürfte auch das unbefriedigende Ende schuld sein.

„Die Schneelöwin“ ist bereits der neunte Fall für Falck und Hedström. Ich kannte die Reihe bisher noch nicht und ich weiß nicht, ob ich noch weitere lesen werde, obwohl mir der Charakter Erika Falck gut gefallen hat.

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Profilbild Kristina

Kristina kann sich ein Leben ohne Bücher nicht vorstellen. Bücher faszinieren sie, seit dem sie denken kann. Sie möchte mit dir ihre Freude am Lesen teilen. Gefallen dir ihre Beiträge? Dann verpasse keine neuen Artikel und abonniere sie per E-Mail.