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Eisenkind – Arne M. Boehler

Cover Eisenkind - E-Book

„Eisenkind“ ist der neueste Thriller von Arne M. Boehler. Ich habe bereits zwei Bücher dieses Autors gelesen. Deshalb sagte ich sofort zu als mich Arne M. Boehler fragte, ob ich seinen neuen Psychothriller lesen und rezensieren möchte. Ich wurde mit einer sehr spannenden Lektüre belohnt.

Die Handlung

Emil Thälmann war Sänger der berühmt berüchtigten Heavy-Metal-Band “Eisenkind”, die seit zwanzig Jahren nicht mehr aufgetreten ist. Thälmann hat sich ins Privatleben zurückgezogen und betreut eine Stiftung, die sich um Waisenkinder kümmert. Als ein Fan ihn bewegen will, mit seiner Band wieder aufzutreten, kehren seine Albträume zurück, die ihn während seiner aktiven Zeit verfolgt haben. Deswegen möchte er ein Comeback verhindern. Cora, die Managerin der Band, wittert jedoch ein großes Geschäft und will unbedingt die Band wieder zusammenbringen. Als Thälmanns kleiner Sohn verunglückt und schwer verletzt im Krankenhaus liegt, glaubt er nicht an einen Zufall. Er willigt ein, sich mit den anderen Bandmitgliedern zu treffen.

Um was geht es in dem Psychothriller „Eisenkind“?

Die Heavy-Metal-Band “Eisenkind” war seinerzeit sehr erfolgreich. Die Fans liebten die aufwendigen Shows und die Auftritte des Frontmanns Thälmann, des “Zeremonienmeisters der Finsternis”, mit seinen satanischen Botschaften. Thälmann bekam immer öfters Albträume, und als er seine Dämonen nicht mehr aushalten konnte, verließ er die Band und zog sich ins Privatleben zurück. Den wahren Grund für seinen Rückzug hat er niemandem verraten. Cora und die übrigen Bandmitglieder nahmen ihm das übel und brachen jeglichen Kontakt ab.  

„Alle Schuld rächt sich auf Erden.“

„Eisenkind“

Die Kriminalkommissarin Hedwig Papst ist seit über zwanzig Jahren hinter dem Nagelmörder her, der mindestens viermal gemordet hat. Sie hat sich nie damit abfinden können, dass sie den Täter nicht fassen konnte. Als erneut ein Mord geschieht, der an den Nagelmörder erinnert, ist Hedwig Papst fest entschlossen, den Serienkiller diesmal nicht entkommen zu lassen. Die Spur des ersten Mordes führt sie zu “Eisenkind” und zu Thälmann, der sich jedoch an den besagten Abend nicht erinnern kann.

„Vertraue niemandem. Nicht mal dir selbst.“

„Eisenkind“

Der Fan Leonard Postheim verfolgt hartnäckig sein Ziel und bietet Millionen für einen Auftritt zu seinem dreißigsten Geburtstag. Ihm ist jedes Mittel recht, um sein Ziel zu erreichen. Noch ahnt niemand, welches Ziel er tatsächlich verfolgt.

Wie hat mir der Psychothriller „Eisenkind“ gefallen?

Ich bin weder ein Fan der Heavy-Metal-Szene noch der satanischen Botschaften. Der Psychothriller “Eisenkind” hat mich jedoch durch die gut konstruierte Geschichte gefesselt. Nach und nach werden die Zusammenhänge klar und ein perfider Racheplan wird enthüllt.

Perspektivwechsel, Rückblenden und Andeutungen sorgen für Spannung, die durch unvorhergesehene Vorfälle noch gesteigert wird. Ich war sehr neugierig zu erfahren, was damals wirklich passiert ist, und konnte das Buch kaum aus der Hand geben. Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich Thälmann mag oder nicht. Trotzdem wollte ich nicht, dass er der gesuchte Nagelmörder ist, obwohl viele Indizien dafür sprechen. Der Thriller endet mit einem dramatischen Finale und einer schlüssigen Auflösung. 

Der Autor Arne M. Boehler beschreibt sehr gut Thälmanns Ängste und Gefühle, die er durchlebt. Durch die gewählte Ich-Form Thälmanns ist der Leser hautnah am Geschehen.

Hedwig Papst verkörpert eine Kommissarin, die es nicht verkraftet, einen Fall nicht gelöst zu haben. Der Autor beschreibt lebendig, was sie denkt und was sie antreibt. Ebenso gut skizziert ist der Milliardär Leonard Postheim, der glaubt, sich für Geld alles kaufen zu können. Man muss die Figuren nicht mögen, sie sind aber alle stimmig und glaubwürdig dargestellt.

Ich habe bisher „Das Weinen der Kinder“ und „Totsee“ von Arne M. Boehler gelesen. Anders als bei einigen anderen Autoren sind die Thriller jedes Mal unterschiedlich angelegt. Andere Figuren, andere Handlungsorte und auch die Themen unterscheiden sich stark voneinander. Gemeinsam haben sie nur eines, sie sind alle spannend geschrieben.

Fazit

Arne M. Boehler ist mit „Eisenkind“ ein  fesselnder Psychothriller gelungen, der auch Leser mit einem anderen Musikgeschmack begeistern wird. Ein spannender Pageturner mit überzeugenden Akteuren. 

Buchtrailer

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Ein gelungener Buchtrailer

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Arne M. Boehler als E-Book für die Rezension zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wird dadurch nicht beeinflusst.


Autor

Arne M. Boehler wurde 1970 im Allgäu geboren. Nach dem Abitur war die Sache sonnenklar: Er würde als Frontmann seiner Band zum gefeierten Rockstar werden – und danach der erste Heavy-Metal-Imperator der Welt. Ein guter, ein teuflischer Plan. Der nicht klappte. Neben seinen Bühnenauftritten arbeitete er als Pfleger, Bauarbeiter, Lichttechniker und Tour-Manager einer Punkrock-Band. Er studierte Anglistik und Geographie und arbeitet als Lehrer an einem Gymnasium. Seine Romane schreibt er frühmorgens, bevor er zur Arbeit aufbricht – derzeit den dritten, der im Herbst 2020 erscheint. Darin geht es übrigens um einen Rockstar. Ob er der erste Heavy-Metal-Imperator des Planeten ist, darf leider nicht verraten werden… (amazon)

www.arne-m-boehler.com

Informationen zum Buch:

Cover Info Eisenkind

Titel: Eisenkind
Autor: Arne M. Boehler
Genre: Psychothriller
Print-Ausgabe: 287 Seiten
Ausgaben: E-Book, Taschenbuch
Verlag: Epubli (9. Dezember 2020)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3753147869
ISBN-13:  978-3753147864


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Kategorie: Rezensionen

von

Profilbild Kristina

Ein Leben ohne Bücher? Unvorstellbar! Ich liebe es in fremde Welten einzutauchen und die Welt draußen zu vergessen. Beim Lesen kann ich mich am besten entspannen. Geht es dir genauso? Dann verpasse keine neuen Artikel und abonniere sie per E-Mail.

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