Rezensionen, Roman

Rebenblut – Ellin Carsta

Cover Rebenblut

Dank dem Motto: „Kurz und knapp“ im März bin ich endlich dazu gekommen, die Fortsetzung von „Rebengold“ zu lesen. „Rebenblut“ ist bereits im August 2017 erschienen.

Um was geht es in dem historischen Roman?

Isabell Veltens hat schon viele Schicksalschläge gemeistert. Die Witwe lebt mit ihren Kindern und der Familie Stauber auf einem gut gehenden Weingut. Als ihr Sohn Albert und Matthis Stauber auf Reisen sind, um weitere Kunden für ihren Wein zu gewinnen, stattet der Bischof dem Kloster einen Besuch ab. Als Verpächter der klösterlichen Weinberge will er die Verträge kündigen. Isabell weiß, dass das nicht rechtens ist, aber die Verhandlungen dürfen nur Männer führen. Isabell bleibt nur wenig Zeit, um Albert zu suchen. Werden die jungen Männer rechtzeitig zurück sein, bevor die Frist abläuft?

Wie hat mir „Rebenblut“ gefallen?

Mit “Rebenblut” setzt Ellin Carsta die Geschichte der Familien Veltens und Stauber fort. In “Rebengold” versuchen die beiden Familien nach der großen Pest ihr Glück als Weinbauern und verlassen 1351 ihre Heimat Uerdingen. Der Bischof sucht dringend nach Arbeitskräften und verpachtet die klösterlichen Weinberge rund um Gysinheym am Rhein. Der Roman beschreibt die dramatischen Schicksale der beiden Familien.

Die Fortsetzung „Rebenblut“ beginnt im Jahr 1359. Isabell und Hanna bewirtschaften mit ihren Kindern ein großes Weingut, als das Schicksal erneut zuschlägt. Die beiden Frauen kämpfen gegen die Willkür des Bischofs. Hanna reist den jungen Männern nach, um sie zurück nach Hause zu holen. Isabell glaubt sich im Recht und sucht Hilfe beim Advokatus. Beide versuchen verzweifelt, Verbündete unter den anderen Pächtern zu finden. Isabell ist eine Kämpferin, die sich nicht unterkriegen lässt.

Die dramatischen Schicksale der beiden Familien sind im lockeren Schreibstil gehalten. Kurzweilig und unterhaltsam verpackt spricht die Autorin ernste Themen an. Sei es der Machtmissbrauch des Bischofs oder die Rolle der Frauen im Mittelalter. Der tägliche Kampf ums Überleben ist gut beschrieben. Der Roman gibt ein gutes Beispiel, wie eine Gemeinschaft zusammenhält und sich zu ihrem Recht verhilft. Nebenbei erfährt der Leser einiges über den Weinbau im Mittelalter.

Die Charaktere sind bis in die Nebenrollen lebendig und authentisch. Bei der Reisebeschreibung, die bis nach Bremen führt, bekommt der Leser eine Vorstellung davon, wie mühsam das Reisen damals war.

Fazit

“ Rebenblut” ist eine leichte, unterhaltsame und spannende Lektüre zum Abschalten vom Alltag. Ich empfehle die beiden Bücher der Reihe nach zu lesen, da die beiden Romane aufeinander aufbauen. Der Schluss lässt eine weitere Fortsetzung hoffen.

Autor

Ellin Carsta ist das Pseudonym der deutschen Autorin Petra Mattfeldt, die zusammen mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in der Nähe von Bremen lebt. Mattfeldt hat sich unter dem Pseudonym Caren Benedikt bereits einen Namen im historischen Genre gemacht. Sie schreibt außerdem Krimis, Thriller und Jugendbücher. Der Titel „Rebengold“ wurde auf die Shortlist zum Skoutz-Award 2017 im Bereich History gewählt. (amazon)

Weitere Informationen zur Autorin unter:
www.petra-mattfeldt.de
https://www.instagram.com/ellin_carsta/

Informationen zum Buch

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Titel: Rebenblut
Autor: Ellin Carsta
Genre: Roman
Print-Ausgabe: 272 Seiten
Ausgaben: Taschenbuch, E-Book
Verlag: Tinte & Feder
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1542047315
ISBN-13: 978-1542047319

Kategorie: Rezensionen, Roman

von

Kristina kann sich ein Leben ohne Bücher nicht vorstellen. Bücher faszinieren sie, seit dem sie denken kann. Sie möchte mit dir ihre Freude am Lesen teilen. Gefallen dir ihre Beiträge? Dann verpasse keine neuen Artikel und abonniere sie per E-Mail.