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Mönch und Krieger – Konstantin Wecker

Cover Mönch und Krieger

Der vollständige Titel des Buches „Mönch und Krieger“ lautet: Auf der Suche nach einer Welt, die es noch nicht gibt.

Konstantin Wecker teilt mit uns in diesem Buch seine sehr persönlichen Gedanken, seine Zweifel, seine Visionen. Spricht mit uns über seinen widersprüchlichen Charakter und seine Suche nach der Spiritualität. Erläutert uns seine Definition von Mönch und Krieger, die seinen Charakter prägen und nennt uns Beispiele aus seinem Leben.

Konstantin Wecker möchte mit seinem Buch andere zum Nachdenken über sich selbst anregen.

Am Ende des Buches ist ein „Aufruf zur Revolte“, den er zusammen mit Prinz Chaos dem Zweiten verfasst hat.

„Kraft der Utopie für eine bessere Welt.“

Konstantin Wecker, Poet, Liedermacher, Komponist und Schauspieler war schon immer gesellschaftspolitisch sehr engagiert. Geprägt hat ihn sein liberales Elternhaus. Er besitzt einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und tief verwurzelten Antifaschismus. Er engagiert sich seit Jahrzehnten in der Friedensbewegung und ist ein überzeugter Pazifist. Er setzt sich aktiv für eine bessere und gerechtere Welt.

„Lethargische Politik lässt keinen Raum für Veränderung.“

In der Öffentlichkeit wird Konstantin Wecker vor allem als ein extrovertierter Genussmensch wahrgenommen. Seine innere Zerrissenheit wird in diesem Buch deutlich angesprochen. Wecker liebt Dichtomien (komplementäre Begriffe, die trotzdem eine Einheit bilden). Die Bekannteste von ihm ist „Wut und Zärtlichkeit“. Passend dazu „Mönch und Krieger“, „Heiliger und Sünder“.

„Der Mönch und der Krieger, einträchtig in einer einzigen Person vereint – das erscheint wie eine Utopie“, schreibt er, es ist wichtig, beide Seiten zuzulassen und zu leben. Es ist ein zentrales Thema seines Lebens. Er trägt beides in sich, den Mönch und den Krieger. Seine Definition des Mönchs ist die Reduzierung auf das Wesentliche. Den Krieger definiert er als die Lust an der Macht und Unterwerfung anderer. Oder auch, die Aggressivität, die er in sich trägt. Mönch und Krieger zu sein ist ein Widerspruch an sich, der Mensch muss lernen diese Widersprüche zu akzeptieren. Er erläutert beides sehr ausführlich an Beispielen aus seinem Leben.

Konstantin Wecker schildert den teilweise schmerzhaften Erkenntnisprozess während seines Gefängnisaufenthalts. Sein Streben nach Spiritualität, Meditation, Frieden mit sich selbst und dem eigenen Schicksal.

„Menschen müssen sich verwandeln, um sich selber treu zu sein.“

Seine kritische Einstellung zur Institution Kirche hat nichts mit dem Glauben an Gott zu tun. Diskussionen um Religion, Gott und die Haltung der Kirche ziehen sich durch sein ganzes Leben.

Am meisten beeindruckt hat mich die Offenheit mit der Konstantin Wecker über sich und seine Drogensucht und den Gefängnisaufenthalt spricht.

Das Buch ist leicht verständlich geschrieben und mit Gedichten und Liedtexten, passend zu jedem Kapitel, aufgelockert.

Konstantin Wecker hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht, darunter einige Biografien. Die Bekannteste „Die Kunst des Scheiterns“ wurde 2009 veröffentlicht. Ich muss gestehen, dass „Mönch und Krieger“ das erste Buch ist, das ich von Konstantin Wecker gelesen habe.

Ich kenne Konstantin Wecker als Liedermacher seit den 70er Jahren. Ich war bei einigen Livekonzerten dabei und in seinem Café Giesing saß er oft selber am Klavier. Seine Lieder sind heute immer noch aktuell: „Genug ist nicht genug“, „Der alte Kaiser“, „Wer nicht genießt, ist ungenießbar“, nur um einige Beispiele zu nennen.

Cover

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es und passt zu einem Buch mit autobiografischen Zügen. Das Cover ist eher schlicht in schwarz-weiß gehalten. Akzente setzt das Schwarz-Weiß-Foto von Konstantin Wecker und der Titel in roter und weißer Schrift.

Empfehlung

„Mönch und Krieger“, empfehle ich besonders den Wecker Fans und Menschen, die sich für Widersprüche und Visionen von einer besseren Welt interessieren.

Autor

Konstantin Wecker, geboren 1947, Poet, Sänger und Komponist, engagiert sich seit Jahrzehnten für Zivilcourage, Pazifismus und Antifaschismus. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Erich-Fromm-Preis (2007) und mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Kabarettpreises (2013). Wenn er nicht gerade on tour ist, lebt er in München.(Amazon)

Informationen zum Buch

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Titel: Mönch und Krieger
Autor: Konstantin Wecker
Genre: Biografie/Sachbuch
Print-Ausgabe: 287 Seiten
Ausgaben: E-Book, gebundene Ausgabe
Verlag: Gütersloher Verlagshaus; (26. Mai 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3579070665
ISBN-13: 978-3579070667

Kategorie: Biografie, Rezensionen

von

Profilbild Kristina

Kristina kann sich ein Leben ohne Bücher nicht vorstellen. Bücher faszinieren sie, seit dem sie denken kann. Sie möchte mit dir ihre Freude am Lesen teilen. Gefallen dir ihre Beiträge? Dann verpasse keine neuen Artikel und abonniere sie per E-Mail.

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